Die System- und Datenwelt der SAP steht vor großen Herausforderungen

// Business Intelligence, SAP-Prozesse &-Systeme

noventum Management Beratung im SAP-Umfeld verstärkt

 

novum: Herr Schröder, seit Anfang November 2012 verstärken Sie das Management von noventum consulting in Sachen SAP-Beratung. Was ist Ihr spezieller Fokus und wie verändert sich dadurch das noventum-Beratungsangebot?

Otto-Jörg Schröder: noventum war in der Vergangenheit ja schon sehr aktiv in der SAP-Beratung. In manchem noventum SAP-Projekt habe ich als Externer mitgewirkt, so wie auch einige Kollegen meines ehemaligen Arbeitgebers. Der Bedarf bei noventum, die eigene Mannschaft zu stärken, ist also schon länger da. Jetzt bin ich dabei und freue mich, meinen fachlichen Schwerpunkt persönlich bei noventum weiterentwickeln zu können. Ich werde in der nächsten Zeit mein eigenes Team aufbauen. Wir haben dann bei noventum eine eigene starke Gruppe für technische Themen rund um SAP und runden damit die strategische und prozessuale Beratung auch in Richtung SAP-Entwicklung und Basis ab. Immer schon stark war noventum ja in Sachen Rechnungswesen, Logistik und HR-Prozesse sowie in den SAP BI-Themen. Stärker werden wir in Zukunft die Eigenentwicklung von SAP-Applikationen, die Releaseplanung (Releasewechsel, Enhancement Packages) und weitere Basis- und Architekturthemen unterstützen.

Carsten Fröning: noventum ist Zeit seines Bestehens im Umfeld der SAP-Implementierung aktiv. Wir haben seit 1996 beginnend mit den SAP-R/2 und den frühen SAP-R/3-Releases die ganze SAP-Historie begleitet und umfangreiche Projekte durchgeführt. Quer durch jede Brancheneinteilung haben wir in einer Vielzahl von Modulen Spezial-Know-how aufgebaut und für unsere Kunden eingesetzt. Heute stehen wir für die gesamte Spanne von Implementierung bis Continuous Improvement, Abspaltung oder Fusion als Berater zur Verfügung.
Unser Entschluss, verstärkt eigenes Know-how in Sachen SAP-Technik und Entwicklung aufzubauen, hat einige Gründe:

  • Wir haben uns entschieden, noch konsequenter zum Full-Service-Provider unserer Kunden zu werden.
  • Die Rolle von Net Weaver als Integrationsplattform wird immer wichtiger, die Wertschöpfung bei unseren Kunden kann deutlich verbessert werden.
  • Die großen IT-Projekte sind heute oft Fusions- oder Carve out-Projekte, was auch im SAP-Bereich über weite Strecken neben den fachlichen Fragen technische Fragen aufwirft.


Thorsten Schmidt: Auch die noventum SAP-Beratung im Business Intelligence-Umfeld ist seit Jahren erfolgreich und entwickelt sich weiter. Nicht erst mit dem Umbau des SAP BW in Richtung SAP BusinessObjects stehen wir auch in diesem Feld für unsere Kunden zur Verfügung. Hier haben wir eine ganz besonders spezialisierte Expertise entwickelt. In diversen SAP-Kundenprojekten verantworten wir derzeit Enterprise Data Warehouse-Lösungen mit unterschiedlichsten Architekturen bei Versorgungsunternehmen, im Gesundheitswesen oder auch in der Pharmazie.

novum: Auf welches Kundensegment zielt noventum im Besonderen?

Carsten Fröning: IT-Dienstleister, Banken, Versicherungen und die Energiewirtschaft sind schon sehr prominent unter unseren Kunden vertreten. Wir haben aber – nicht zuletzt durch unsere Exzellenz in Sachen Technikberatung – auch immer wieder bedeutende Kunden außerhalb dieses Sektors gehabt. Wir arbeiten, wie Thorsten Schmidt soeben schon sagte, aktuell für ein sehr breites Spektrum an Kunden. Der gemeinsame Nenner unserer Kunden ist immer eine ausgeprägte  und komplexe IT-Landschaft. Das ist unsere fachliche Heimat, von der technischen wie von der strategischen Seite her.

novum: Hier kommt ja auch die Tatsache ins Spiel, dass große IT-Organisationen ähnliche Probleme zu meistern haben, ganz gleich in welcher Branche sie beheimatet sind.

Thorsten Schmidt: Ja, und unsere persönlichen und intensiven Kontakte in die SAP-Gemeinde ermöglichen uns darüber hinaus, unsere Beratung dauernd auf dem aktuellen Stand der Kundenanforderungen zu halten.

 

»Mit Business Solutions konkreten Kundenanforderungen begegnen«

 

Otto-Jörg Schröder: Neben einer spezifisch fachlichen Nähe zu unseren Kunden sind wir die Experten für Fusion und Abspaltung sowie Continuous Improvement und eine grundlegende strategische Beratung.  Das berührt auch die Frage, wo die strategische Entwicklung von ERP-Landschaften hingehen soll.

novum: Wo sehen Sie den SAP-Markt in den nächsten 3–5 Jahren?

Carsten Fröning: Für das breite SAP ERP-Umfeld fasst es der Begriff Continuous Improvement gut zusammen: Dahinter finden wir die klassischen Prozessoptimierungen. Eigentlich hat jeder unserer Kunden Bedarf, Prozesse zu optimieren und neue Anforderungen umzusetzen. Wir sehen ganz klar, dass die Häufigkeit von Unternehmensstrukturänderungen zunehmen wird. Das bedeutet, Fusionen und Abspaltungen finden aktuell mehr denn je statt. Da noventum in beiden Bereichen Lösungen anbietet, die wir als „Post Merger Integration“ oder „Outsourcing“ am Markt positionieren, sehen wir großes Potential. Unser prozessuales Know-how (wie sollen Zielprozesse aussehen) und unsere technische Kompetenz (wie migrieren wir die Daten in die Ziellandschaft) passen hervorragend für diese Aufgabenstellungen.

novum: Mit dieser Sicht lassen Sie die originär technische Sicht hinter sich zurück? 
Carsten Fröning: Das nicht. Aber ein HR Carve-out-Projekt bei einem großen Industrieunternehmen, das wir kürzlich abgeschlossen haben, hat uns beispielsweise einmal mehr die Augen dafür geöffnet, dass unsere branchenübergreifend anwendbaren Kenntnisse in Sachen Carve-out von größerer Bedeutung im Beratungsprozess waren als unsere spezifischen Kenntnisse in Sachen HR.

Otto-Jörg Schröder: Ein weiteres wichtiges Stichwort im Zusammenhang der großen Carve-out- und Fusionsereignisse, für deren Umsetzung noventum steht, ist SLO (System Landscape Optimisation). Wir erleben ein wachsendes Interesse der Kunden, auch zukünftig mit Daten zu arbeiten, deren Herkunft aus mehreren SAP-Systemen ist und deren Zusammenführung in einem Zielsystem außerordentlich anspruchsvoll ist.
Thorsten Schmidt: Die Themen SAP-Basis, Modul-Beratung und Business Intelligence werden in der nahen Zukunft
sicher noch enger zusammenrücken. Prozessintegration ist hier ein wichtiges Schlagwort und legt Gewicht auf die logische Architektur der Lösung.

novum: Wie vollständig decken die Lösungen der SAP die Bedürfnisse Ihrer Kunden ab? Gibt es nicht immer noch und weiterhin Anpassungsbedarf?

 

»Anpassungen individueller Anwendungen bleiben eine Standard-Aufgabenstellung«

 

Otto-Jörg Schröder: Selbstverständlich. Bei aller Flexibilität der SAP-Module ist klar: Gerade Großunternehmen haben oft so spezielle Anforderungen, dass die SAP-Standardanwendungen an ihre Grenzen stoßen. Die releasefähige Weiterentwicklung vorhandener Eigenentwicklungen ist eine Daueraufgabe im Umfeld der SAP-Beratung und wird das absehbar auch bleiben. Ebenso die releasefähige „Modifikation“ des Standards.

Mit dem SAP-Release 6.0 hat SAP das Enhancement-Framework entwickelt. Dieses erlaubt, ein SAP-System an fast jeder Stelle individuell und releasefähig weiterzuentwickeln. Hier bieten sich den Unternehmen zahllose Möglichkeiten. Qualifizierte Beratung tut hier not.

Carsten Fröning: Ein zentrales SAP-Thema der Zukunft sind „Mobile Technologien“. Diese bestimmen das tägliche Leben der Anwender, und die IT-Systeme müssen diese Trends umsetzen und antizipieren. Die Anwender erwarten, dass Lösungen, egal, wo man sich befindet, unabhängig vom Frontend die Prozesse unterstützen. Ein anderes wichtiges Thema ist „HANA“, das sogenannte In-Memory-Computing. Hier werden sich voraussichtlich deutliche Veränderungen in der SAP-Architektur ergeben.

novum: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Ihre Arbeit!

(Das Gespräch führte Dr. Matthias Rensing, noventum consulting)

noventum consulting

Thorsten Schmidt

DIRECTOR

noventum consulting

Carsten Fröning

DIRECTOR

 

Otto-Jörg Schröder

SAP PROJEKTMANAGER / IT-BERATER

 

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