Was ist ein Security Assessment?

Ein Security Assessment ist eine strukturierte Bewertung des Sicherheitsniveaus einer IT-Umgebung, Anwendung oder Infrastruktur. Ziel ist es, bestehende Sicherheitsmaßnahmen systematisch zu analysieren, Schwachstellen zu identifizieren und Risiken im Kontext organisatorischer, technischer und regulatorischer Anforderungen zu bewerten.

Im Unterschied zu punktuellen Tests betrachtet ein Security Assessment das Gesamtsystem. Es analysiert nicht nur technische Konfigurationen, sondern auch Prozesse, Governance-Strukturen, Berechtigungsmodelle und organisatorische Verantwortlichkeiten. Dabei wird der Ist-Zustand einer definierten Soll-Architektur oder einem anerkannten Sicherheitsstandard gegenübergestellt.

In modernen Cloud- und Microsoft-365-Umgebungen gewinnt das Security Assessment besondere Bedeutung. Dynamische Ressourcen, hybride Identitätsmodelle und KI-gestützte Funktionen erhöhen die Komplexität der Sicherheitslandschaft. Regelmäßige Bewertungen sind daher notwendig, um Konfigurationsabweichungen, Governance-Lücken und regulatorische Risiken frühzeitig zu erkennen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Strukturierte Bewertung des Sicherheitsniveaus einer IT-Umgebung.
  • Analyse von Technik, Prozessen und Governance.
  • Identifikation von Schwachstellen und Priorisierung von Risiken.
  • Grundlage für strategische Sicherheitsentscheidungen.
  • Wesentliches Instrument für Compliance und Risikomanagement.

Ein Security Assessment ist damit kein einmaliges Prüfverfahren, sondern ein strategisches Steuerungsinstrument für nachhaltige IT-Sicherheit.

1. Was ist ein Security Assessment?

1.1 Was versteht man unter einem Security Assessment?

Ein Security Assessment ist eine strukturierte, systematische Analyse des Sicherheitsniveaus einer IT-Umgebung, Anwendung, Cloud-Plattform oder organisatorischen Sicherheitsarchitektur. Ziel ist es, den aktuellen Reifegrad zu bestimmen, bestehende Schwachstellen zu identifizieren und Abweichungen von definierten Sicherheitsstandards oder Best Practices sichtbar zu machen.

Im Kern handelt es sich um eine Ist-Analyse. Diese wird einem Soll-Zustand gegenübergestellt, der sich beispielsweise aus internen Richtlinien, regulatorischen Anforderungen oder etablierten Frameworks wie ISO 27001, NIST oder CIS Controls ableitet.

Ein Security Assessment betrachtet nicht nur technische Konfigurationen, sondern auch:

  • Berechtigungsstrukturen
  • Sicherheitsrichtlinien
  • Monitoring-Mechanismen
  • Incident-Response-Prozesse
  • Governance-Strukturen

Damit geht es über reine Schwachstellenscans hinaus. Es analysiert die gesamte Sicherheitsarchitektur – technisch, organisatorisch und strategisch. Security Assessments können punktuell, projektbezogen oder regelmäßig im Rahmen eines kontinuierlichen Sicherheitsprogramms durchgeführt werden.

1.2 Warum sind Security Assessments in modernen IT-Umgebungen unverzichtbar?

Moderne IT-Landschaften sind dynamisch, cloudbasiert und hochgradig vernetzt. Ressourcen werden automatisiert bereitgestellt, Identitäten sind global verteilt und Systeme interagieren über APIs und SaaS-Dienste.

Diese Dynamik führt dazu, dass Sicherheitskonfigurationen sich kontinuierlich verändern. Fehlkonfigurationen, übermäßige Berechtigungen oder veraltete Richtlinien entstehen häufig unbeabsichtigt im Tagesgeschäft.

Security Assessments sind deshalb unverzichtbar, weil sie:

  1. Konfigurationsabweichungen sichtbar machen
  2. Governance-Lücken identifizieren
  3. regulatorische Risiken frühzeitig erkennen
  4. Prioritäten für Sicherheitsinvestitionen liefern

Im Microsoft-365-Kontext betrifft dies beispielsweise:

  • unzureichend konfigurierte Conditional-Access-Richtlinien
  • fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung
  • unstrukturierte Sensitivity-Label-Strategien
  • unkontrollierte Gastzugriffe
  • fehlende DLP-Policies

Ohne regelmäßige Bewertungen bleibt der Sicherheitsstatus intransparent. Security Assessments schaffen hier belastbare Entscheidungsgrundlagen.

1.3 Welche Ziele verfolgt ein Security Assessment?

Ein Security Assessment verfolgt mehrere strategische und operative Ziele.

  1. Transparenz soll geschaffen werden. Führungskräfte und IT-Verantwortliche benötigen eine realistische Einschätzung des Sicherheitsniveaus. Subjektive Annahmen oder isolierte Einzelprüfungen reichen nicht aus.
  2. Das Assessment dient der Risikopriorisierung. Nicht jede Schwachstelle ist gleich kritisch. Durch strukturierte Bewertung lassen sich Maßnahmen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial priorisieren.
  3. Das Assessment unterstützt die Compliance-Anforderungen. Regulatorische Rahmenwerke wie NIS2 oder DSGVO verlangen dokumentierte Sicherheitsmaßnahmen und Risikobewertungen.
  4. Es bildet die Grundlage für strategische Sicherheitsprogramme. Investitionen in Identitätssicherheit, Monitoring oder Governance können auf Basis fundierter Analyse geplant werden.

Security Assessments sind somit nicht nur technische Prüfungen, sondern strategische Steuerungsinstrumente.


2. Arten und Methoden von Security Assessments

Security Assessments unterscheiden sich in Umfang, Methodik und Zielsetzung. Je nach Kontext können sie rein technisch, organisatorisch oder ganzheitlich ausgerichtet sein.

2.1 Welche Formen von Security Assessments gibt es?

Im praktischen Umfeld lassen sich mehrere Formen unterscheiden:

  1. Konfigurationsbasierte Assessments: Analyse von System- und Cloud-Konfigurationen, etwa in Microsoft 365, Azure oder AWS.
  2. Governance- und Reifegrad-Assessments :Bewertung organisatorischer Strukturen, Prozesse und Sicherheitsrichtlinien.
  3. Compliance-Assessments: Prüfung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
  4. Architektur-Assessments: Bewertung der gesamten Sicherheitsarchitektur, etwa im Rahmen einer Cloud-Migration.

Im M365-Kontext sind häufig kombinierte Assessments sinnvoll, die Identität, Informationsschutz, Zugriffskontrolle und Monitoring gemeinsam betrachten.

2.2 Welche Rolle spielen Risikoanalysen und Reifegradbewertungen?

Ein wesentliches Element eines Security Assessments ist die Risikobewertung. Hierbei werden identifizierte Schwachstellen hinsichtlich:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit
  • potenzieller Schadenshöhe
  • regulatorischer Relevanz
  • strategischer Auswirkungen

bewertet. Reifegradmodelle helfen zusätzlich, den Entwicklungsstand der Sicherheitsarchitektur einzuordnen. Sie ermöglichen Aussagen wie:

  • reaktiv versus präventiv
  • punktuelle Kontrollen versus integrierte Sicherheitsarchitektur
  • manuelle Prozesse versus automatisierte Governance

Reifegradbewertungen liefern insbesondere für das Management wertvolle Einordnungen.

2.3 Wie unterscheiden sich Security Assessment, Penetrationstest und Audit?

Diese Begriffe werden häufig vermischt, unterscheiden sich jedoch deutlich.

  • Ein Penetrationstest simuliert gezielte Angriffe, um technische Schwachstellen auszunutzen. Er ist stark technisch und operativ ausgerichtet.
  • Ein Audit prüft die Einhaltung definierter Standards oder regulatorischer Anforderungen. Es ist primär compliance-orientiert.
  • Ein Security Assessment hingegen ist breiter angelegt. Es kombiniert technische Analyse, Governance-Bewertung und Risikoeinschätzung. Es ist weniger auf Angriffssimulation ausgerichtet, sondern auf strukturelle Bewertung.

2.4 Welche Standards und Frameworks werden herangezogen?

Security Assessments orientieren sich häufig an etablierten Frameworks wie:

  • ISO 27001
  • NIST Cybersecurity Framework
  • CIS Controls
  • Microsoft Cloud Security Benchmark (MCSB)

Im Microsoft-365-Umfeld spielen zusätzlich Secure Score, Compliance Manager und Purview-Bewertungen eine zentrale Rolle. Frameworks dienen dabei als Referenzrahmen für Soll-Zustände und Best Practices.


3. Security Assessments im Cloud- und Microsoft-365-Kontext

Cloud-Umgebungen stellen besondere Anforderungen an Security Assessments. Klassische On-Premises-Methoden sind nicht vollständig übertragbar.

3.1 Welche Besonderheiten gelten für M365-Umgebungen?

Microsoft 365 ist identitätszentriert. Sicherheit basiert primär auf:

  • Identität
  • Berechtigung
  • Klassifizierung
  • Richtlinien

Ein Assessment muss daher insbesondere Identitätsarchitektur, Gruppenstrukturen und Conditional-Access-Regeln analysieren. Darüber hinaus sind Self-Service-Mechanismen zu berücksichtigen, etwa eigenständige Team-Erstellung oder externe Freigaben.

3.2 Wie werden Identität, Berechtigungen und Konfiguration bewertet?

Ein M365-Security-Assessment analysiert unter anderem:

  1. Einsatz und Durchsetzung von Multi-Faktor-Authentifizierung
  2. Konfiguration von Conditional Access
  3. Überprivilegierte Administratorkonten
  4. Gastzugriffe und externe Freigaben
  5. Anwendung des Least-Privilege-Prinzips

Zusätzlich werden Richtlinienkonfigurationen in Exchange, SharePoint und Teams geprüft. Der Fokus liegt nicht nur auf Einzelkonfigurationen, sondern auf deren Zusammenspiel.

3.3 Welche Rolle spielen Secure Score, Compliance Manager und Purview?

Microsoft stellt mit Secure Score eine quantitative Bewertung der Sicherheitskonfiguration bereit. Diese Kennzahl liefert eine indikative Einschätzung des technischen Sicherheitsniveaus.

Der Compliance Manager bewertet regulatorische Anforderungen und dokumentiert Umsetzungsgrad. Microsoft Purview bietet Einblicke in Klassifizierung, DLP und Informationsschutz. Ein umfassendes Security Assessment nutzt diese Instrumente als Datenbasis, ergänzt sie jedoch um qualitative Bewertung und Kontextanalyse.

3.4 Wie werden KI- und Copilot-Readiness-Aspekte berücksichtigt?

Mit der Einführung von KI-Funktionen steigen die Anforderungen an Sicherheitsbewertungen. Copilot greift auf vorhandene Datenstrukturen zu und verstärkt bestehende Berechtigungsmodelle.

Ein modernes Security Assessment berücksichtigt daher:

  • Oversharing-Risiken
  • Qualität der Sensitivity-Label-Strategie
  • Berechtigungsreichweite kompromittierter Konten
  • Transparenz über sensible Datenbestände

KI-Readiness ist somit Teil moderner Security-Assessment-Programme.


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Tim Schneider
Senior Business Development Manager
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4. Durchführung und organisatorische Einbettung

Ein Security Assessment entfaltet seinen Wert nicht allein durch technische Analyse, sondern durch strukturierte Vorbereitung, interdisziplinäre Einbindung und konsequente Maßnahmenumsetzung. Ohne organisatorische Verankerung bleibt das Assessment eine Momentaufnahme ohne nachhaltige Wirkung.

4.1 Wie wird ein Security Assessment strukturiert vorbereitet?

Die Vorbereitung ist entscheidend für Qualität und Aussagekraft der Ergebnisse. Ein strukturiertes Vorgehen umfasst mehrere Schritte.

Zunächst wird der Scope definiert. Dabei wird festgelegt, welche Systeme, Plattformen oder organisatorischen Bereiche betrachtet werden. In Microsoft-365-Umgebungen kann dies beispielsweise folgende Elemente umfassen:

  • Identitäts- und Zugriffsmanagement in Entra ID
  • Exchange Online
  • SharePoint und Teams
  • Microsoft Defender
  • Microsoft Purview

Anschließend wird der Soll-Zustand definiert. Dieser kann sich aus internen Sicherheitsrichtlinien, regulatorischen Anforderungen oder etablierten Frameworks wie ISO 27001 oder NIST ableiten.

Darauf folgt die Datenerhebung. Hierbei werden Konfigurationsdaten, Richtlinien, Audit-Logs und Secure-Score-Werte analysiert. Ergänzend werden Interviews mit IT, Security und Compliance durchgeführt, um organisatorische Prozesse zu bewerten. Die strukturierte Vorbereitung stellt sicher, dass das Assessment nicht nur technische Schwachstellen auflistet, sondern strategisch relevante Erkenntnisse liefert.

4.2 Welche Stakeholder sind einzubinden?

Ein Security Assessment betrifft mehrere Organisationseinheiten. Neben der IT-Security sollten insbesondere folgende Stakeholder eingebunden werden:

  1. IT-Architektur zur Bewertung technischer Designentscheidungen.
  2. Fachbereiche, wenn Datenklassifizierung oder Berechtigungsmodelle betroffen sind.
  3. Compliance- und Datenschutzverantwortliche.
  4. Management oder Risikoverantwortliche.

Gerade im Cloud- und Microsoft-365-Kontext ist eine enge Abstimmung notwendig. Sicherheitsrisiken entstehen häufig an Schnittstellen zwischen Technik und Organisation.

Beispielsweise können breit vergebene Zugriffsrechte aus operativer Sicht sinnvoll erscheinen, aus Risikoperspektive jedoch problematisch sein. Ein Assessment muss diese Perspektiven zusammenführen.

4.3 Wie werden Ergebnisse priorisiert und Maßnahmen abgeleitet?

Die Identifikation von Schwachstellen ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist die strukturierte Priorisierung.

Risiken werden typischerweise nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit
  • potenzielle Schadenshöhe
  • regulatorische Relevanz
  • strategische Bedeutung

Aus dieser Bewertung wird ein Maßnahmenplan abgeleitet. Dabei werden kurzfristige Korrekturmaßnahmen von langfristigen Architekturverbesserungen unterschieden. Beispiele für typische Maßnahmen im M365-Umfeld sind:

  • Aktivierung oder Erzwingung von Multi-Faktor-Authentifizierung
  • Reduzierung globaler Administratorrechte
  • Einführung einer strukturierten Sensitivity-Label-Strategie
  • Implementierung von Conditional-Access-Richtlinien
  • Berechtigungsreviews für externe Gäste

Ein reifes Security Assessment endet nicht mit einem Bericht, sondern mit einem klar priorisierten Umsetzungsplan.


5. Integration in Governance- und Risikomanagement-Strukturen

Ein einzelnes Assessment ist nur dann nachhaltig wirksam, wenn es in bestehende Governance- und Risikomanagement-Strukturen eingebettet ist. Sicherheit ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

5.1 Verbindung zu ISO 27001, NIS2 und DSGVO

Regulatorische Rahmenwerke fordern regelmäßige Risikobewertungen und dokumentierte Sicherheitsmaßnahmen.

Im Kontext von ISO 27001 sind Security Assessments Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Sie liefern Input für Risikoanalysen und Management Reviews. NIS2 verlangt explizit die Bewertung von Cyberrisiken und die Implementierung angemessener Sicherheitsmaßnahmen. Ein dokumentiertes Security Assessment unterstützt den Nachweis dieser Anforderungen.

Im Rahmen der DSGVO kann ein Assessment helfen, Zugriffskontrollen, Datenklassifizierung und Schutzmaßnahmen zu überprüfen. Besonders relevant sind hierbei personenbezogene Daten und deren Zugriffsbeschränkung. Security Assessments fungieren somit als Brücke zwischen technischer Realität und regulatorischer Anforderung.

5.2 Rolle im kontinuierlichen Verbesserungsprozess

Sicherheitslandschaften verändern sich permanent. Neue Cloud-Funktionen, organisatorische Veränderungen oder regulatorische Anpassungen führen zu veränderten Risikoprofilen. Ein Security Assessment sollte daher nicht als einmalige Maßnahme betrachtet werden. Vielmehr ist es Bestandteil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Typische Elemente eines solchen Prozesses sind:

  1. Regelmäßige Wiederholung des Assessments.
  2. Monitoring definierter Sicherheitskennzahlen.
  3. Review der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen.
  4. Anpassung der Sicherheitsstrategie bei Bedarf.

Im Microsoft-365-Kontext können Secure Score, Compliance Manager und Audit-Daten als Indikatoren für Fortschritt dienen.

5.3 Security Assessments als Bestandteil des Enterprise Risk Managements

IT- und Cyberrisiken sind integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Ein Security Assessment liefert belastbare Daten zur Bewertung dieser Risiken.

Es ermöglicht:

  • Transparenz über strukturelle Schwächen
  • Priorisierung von Sicherheitsinvestitionen
  • Bewertung potenzieller Schadensszenarien
  • Integration technischer Risiken in strategische Risikoanalysen

Auf Managementebene schafft ein Assessment Entscheidungsgrundlagen. Sicherheitsmaßnahmen können gezielt budgetiert und strategisch ausgerichtet werden. Security Assessments sind somit nicht nur operative Prüfungen, sondern Instrumente strategischer Steuerung.


6. Strategische Einordnung

Security Assessments sind weit mehr als technische Checklisten. Sie sind zentrale Steuerungsinstrumente für Resilienz, Compliance und digitale Transformation.

6.1 Warum Security Assessments wirtschaftlich sinnvoll sind

Sicherheitsvorfälle verursachen erhebliche direkte und indirekte Kosten. Dazu zählen:

  • Incident-Response-Aufwände
  • Systemwiederherstellung
  • Produktionsausfälle
  • regulatorische Sanktionen
  • Reputationsverlust

Security Assessments wirken präventiv. Sie identifizieren Risiken, bevor diese zu Vorfällen werden. Investitionen in Assessments amortisieren sich durch reduzierte Schadenswahrscheinlichkeit und gezielte Ressourcenallokation. Statt pauschaler Sicherheitsmaßnahmen können Investitionen risikobasiert priorisiert werden.

6.2 Aktuelle Entwicklungen und Best Practices

Moderne Security Assessments entwickeln sich weiter. Wichtige Trends sind:

  1. Automatisierte Konfigurationsanalysen in Cloud-Umgebungen.
  2. Integration von KI-gestützter Risikoanalyse.
  3. Kombination aus technischen und organisatorischen Reifegradmodellen.
  4. Copilot- und KI-Readiness-Analysen.
  5. Nutzung von Benchmarking-Daten zur Einordnung des Sicherheitsniveaus.

Best Practices kombinieren quantitative Kennzahlen mit qualitativer Bewertung und strategischer Kontextanalyse.

6.3 Fazit für IT-, Security- und Management-Verantwortliche

Ein Security Assessment ist ein strategisches Instrument zur Bewertung und Weiterentwicklung der Sicherheitsarchitektur.

  • Für IT bedeutet es Transparenz über Konfiguration und Architekturqualität.
  • Für Security bedeutet es fundierte Risikobewertung und Priorisierung.
  • Für das Management bedeutet es Entscheidungsgrundlagen zur Steuerung digitaler Risiken.

In modernen Cloud- und Microsoft-365-Umgebungen sind Security Assessments keine Option, sondern notwendiger Bestandteil nachhaltiger Sicherheitsstrategie.

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