ISO-Norm „Outsourcing“ hilft nicht nur bei der Providerauswahl

// IT-Outsourcing

Münsteraner Unternehmensberatung noventum consulting schreibt mit an der ISO 37500 „Guidance on Outsourcing“

 

2015 wird die international einheitliche ISO-Norm alle wesentlichen Details im Outsourcing regeln, die ISO 37500. Experten aus 42 Nationen beteiligen sich an der Erstellung dieser weltweit anerkannten Norm, unter ihnen Frank Wübken, IT Outsourcing Experte und Management Consultant bei noventum consulting. Frank Wübken ist als ‚Head of Delegation‘ der deutschen Teilnehmer an der Erstellung der Norm beteiligt. In dieser Funktion nahm er Ende Februar an einer internationalen Konferenz in Delhi, Indien teil.

Outsourcing ist seit vielen Jahren eines der Top-Themen in der Wirtschaft. Längst ist der Providerwechsel (Next-Generation-Outsourcing) in den Fokus des Interesses gerückt, Aus- und Umstiegsszenarien gehören mittlerweile zum festen Bestandteil einer professionellen Sourcing-Strategie. Bereits 2010 publizierte das DIN Deutsche Institut für Normung die erste Spezifikation zum Thema Outsourcing, die DIN SPEC 1041 „Outsourcing technologieorientierter wissensintensiver Dienstleistungen“. Mit dem gleichen fachlichen Fokus arbeitet seit einigen Jahren eine internationale Arbeitsgruppe von Fachleuten an der ISO 37500. Die Gruppe hat sich das Ziel gesetzt, bis 2015 eine international gültige ISO-Norm fertigzustellen. Frank Wübken war zunächst als „German Expert“ zur Teilnahme an diesem Gremium eingeladen, derzeit ist er als „Head of Delegation“ aktiv.

 

"Outsourcing" ist ein internationales Geschäft und bekommt 2015 eine ISO-Norm

2015 wird die weltweit einheitliche ISO-Norm alle wesentlichen Details im Outsourcing regeln. Das Projektkomitee zur Erstellung der ISO-Norm 37500 verabschiedete Ende Februar 2014 in Delhi, Indien, eine nächste Arbeitsversion. Experten aus 42 Nationen beteiligen sich an diesem weltweiten Projekt. "Wir sind jetzt einen großen Schritt weiter auf dem Weg zur Veröffentlichung der Norm. Das Ziel ist, diese 2015 fertigzustellen und ich gehe davon aus, dass wir das auch schaffen“, stellt Frank Wübken optimistisch fest. Die internationale Norm:

  • deckt den gesamten Outsourcing-Lebenszyklus ab, definiert die erforderlichen Begriffe und stellt die aus Sicht der Best Practices bekannten Konzepte und Verfahren zusammen;
  • bietet ausführliche Anleitungen für die Outsourcing-Lebenszyklus-Prozesse;
  • ist branchenunabhängig formuliert und kann entsprechend den spezifischen Gegebenheiten einer jeden Branche angepasst werden;
  • zielt darauf ab, für die Kunden- und Providerseite vorteilhafte Zusammenarbeitsmodelle zu ermöglichen und liefert daher für jede Outsourcing-Phase die entsprechenden Voraussetzungen für alle am Prozess Beteiligten.

 

Unter dem Strich bedeutet eine Prozessdefinition, wie sie durch die ISO-Normung vorgegeben wird, für alle Beteiligten mehr Sicherheit, dass sie das Richtige tun.

 

Die ISO-Norm lenkt Outsourcing Deals in die richtige Bahn

Die ISO-Norm ist ein Leitfaden, in dem die Hauptphasen, Prozesse und organisatorischen Aspekte des Outsourcing unabhängig von der Größe oder den Sektoren des Industrie- oder Handelszweigs beschrieben werden. Bewährte Standards für komplexe Projekte werden in einzelnen Kapiteln abgehandelt, so „Project Management“, die „ISO 9001 – Quality Management“, „IT Security Management“, „Risk Management“ sowie natürlich „IT Service Management“.

Der Leitfaden soll Unternehmen eine gute Grundlage bieten, auf welcher sie erfolgreich Outsourcing-Vereinbarungen eingehen können. Anbieter und Bezieher von Outsourcing Services werden gleichermaßen von dem neuen Standard profitieren. In erster Linie die Bezieher von Outsourcing Services, die bisher nur eine ungenaue Vorstellung von Outsourcing Governance haben, werden die ISO-Norm begrüßen. Aber auch für Anbieter eröffnet sich eine Möglichkeit, sich und ihre Dienstleistungen im Lichte der Norm zu profilieren.

 

Nach der ISO-Norm eine Zertifizierung?

Jede Norm ist nur so gut wie der Grad ihrer Anwendung. Insofern stellt sich angesichts der Komplexität des Themas Outsourcing schon vor der Verabschiedung der internationalen ISO-Norm die Frage, ob zukünftig ein detaillierter Leitfaden eine zusätzliche Qualität in das Thema tragen würde. Bisher gibt es keinen Träger einer solchen Zertifizierungsidee, die Beispiele aus dem ITIL- oder COBIT-Umfeld machen aber hinreichend deutlich, welchen Nutzen eine thematische Vertiefung mit sich bringen würde. Ob Personen, Unternehmen oder Dienstleistungspakete Gegenstand einer Zertifizierung sein sollten, ist vielleicht eine erste konkrete Frage, um deren Beantwortung zu streiten lohnend sein könnte.

 

Der alltägliche Nutzen der Gremienarbeit

Für die noventum consulting GmbH ist die aktive Unterstützung der ISO-Normerstellung eine wichtige Ergänzung ihrer Projektarbeit. Vor allem das Thema Offshoring sowie die Zusammenarbeit ihrer Kunden mit indischen oder amerikanischen Providern ist für die Münsteraner IT Management Berater von wachsender Wichtigkeit. noventum consulting bedient Kunden in Deutschland, im arabischen Raum und in Südafrika, was die internationale Reichweite des Themas verdeutlicht. "Unsere Kunden sind beim Thema Outsourcing zunehmend interessiert an harten ökonomischen Schritten. Die Zusammenarbeit mit Providern, die am anderen Ende der Welt zu finden sind, ist auch für Mittelständler kein Tabu mehr. Umso wichtiger ist ein genormter Rahmen, der allen Beteiligten Klarheit und Sicherheit gibt", so Frank Wübken.


Ihr Ansprechpartner:

noventum consulting

Thomas Dengler

Senior Manager Business Development and Sales

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