Vorgehensmodell IT-Sourcing-Strategie

// IT-Outsourcing

noventum konzipiert Vorgehensmodell für die IT-Sourcing-Strategie

 

Die Gründe für die generelle Erarbeitung oder Überarbeitung der IT-Strategie sind von Unternehmen zu Unternehmen verschieden und in Summe äußerst vielfältig: An die IT werden ständig neue, hohe Anforderungen gestellt, wozu neue Services und Funktionalitäten benötigt werden. Die Risiko- und Bedrohungsszenarien für Unternehmensdaten ändern sich, die Datenvolumen steigen und von außen werden neue Compliance-Anforderungen gestellt. Im Unternehmen wechseln die Mitarbeiter und das zugehörige Know-how. Das Business geht neue Wege und benötigt IT-Unterstützung insbesondere mithilfe der Auslagerung von bestimmten Bereichen, dem sogenannten IT-Outsourcing. 


Um die IT langfristig und optimal zur Unterstützung der Unternehmensziele aufzustellen, müssen die IT-Verantwortlichen den Nutzen der Strategie, dass das Unternehmen alle Leistungen selbst erbringt, kritisch betrachten. Möglicherweise ist das Outsourcing einzelner Leistungen oder ganzer Services günstiger, schneller oder auch sicherer zu managen. Selten gibt es eine eindeutige Entweder-oder-Entscheidung. In der Regel ist eine Mischung aus Eigen- und Fremdleistung der Weg. Um die für Unternehmen optimale Sourcing-Strategie finden zu können, hat noventum ein Vorgehensmodell entwickelt, das individuell die jeweilige Unternehmenssituation berücksichtigt und eine Risikoanalyse einer möglichen Auslagerung spezifischer Themen beinhaltet.

In Interviews und Workshops entwickeln alle Beteiligten Szenarien, beurteilen diese anhand individueller Kriterien und entwickeln am Ende eine Entscheidungsvorlage, was dem Unternehmen Vorteile einbringen wird.

Dieses Vorgehen gliedert sich in drei Phasen. In der ersten Phase werden die Bedingungen für den Rahmen, die Anforderungen und die Ziele definiert sowie die Ausgangslage der Organisation beschrieben. In der zweiten Phase werden daraus verschiedene Szenarien erarbeitet, verschiedene Leistungsschnitte geplant und anhand erarbeiteter Kriterien bewertet. In der dritten Phase werden die Szenarien dann mit den notwendigen Informationen angereichert und in eine Entscheidungsvorlage für das jeweilige Business überführt.

 

DAS VORGEHENSMODELL IM DETAIL:

Phase 1:

Zu Anfang geht es im Wesentlichen darum, die individuelle Ausgangssituation zu erfassen und dadurch eine erfolgreiche Unterstützung gewährleisten zu können.

Die internen sowie die übergeordneten Ziele werden gewichtet, Begriffe der Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume werden geklärt. Parallel erfolgt die Analyse der Services und der Aufgaben (z.B. durch eine Service-Landkarte), der bestehenden Verträge und der Zusammenarbeitsmodelle. Zusätzlich dazu werden die kaufmännischen Daten und die Organisationsstruktur aufgenommen.

Typische übergeordnete Ziele sind:

  • Senkung der Kosten
  • Verbesserung der Qualität
  • Erhöhung der Flexibilität
  • Erschließung spezieller Fachkenntnisse
  • Realisierung von Compliance- und Sicherheitsanforderungen


Das noventum-Vorgehensmodell gründet sich auf einer Vielzahl von Erfahrungen aus vergangenen Projekten. Daher können noventum-Kunden durch einen Abgleich ihrer individuellen Sicht mit der breiten empirischen Basis anderer Zielsetzungen und Rahmenbedingungen eine relevante Standortbestimmung vornehmen. Diese wird dann mit den übergeordneten Geschäftszielen und Anforderungen abgestimmt und priorisiert. 



Mögliche Rahmenbedingungen können sein:

  • Sourcing-Reife
  • Rechtliche Vorgaben
  • Sicherheitsrelevante Aspekte
  • Datenschutzrechtliche Aspekte
  • Vorgaben aus der Personalverwaltung
  • Übergeordnete Konzernrichtlinien


In einem Scope-Dokument werden die bis hierhin erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst und mit der Geschäftsleitung abgestimmt.
Gleichzeitig erfolgt die Analyse der IT-Landschaft, soweit es für die Fragestellung relevant ist. Dazu zählen die Service-struktur, die Kostenstruktur, die Organisationsstruktur, die Prozessreife sowie die bisherige Steuerungsfähigkeit der IT.

Abb. 1: Beispiel einer IT-Organisation mit der Auflistung von Aufgaben und Services

PHASE 2:

In der zweiten Phase werden mögliche Handlungsoptionen entwickelt, bewertet und dokumentiert.

Dazu werden zunächst die marktüblichen Inhalte der Services und Aufgaben sowie die unternehmensspezifischen bzw. strategisch relevanten und unternehmenskritischen Services und Kernkompetenzen identifiziert. Eine Sortierung und Gliederung der Komponenten in unterschiedliche „Fertigungs-tiefen“ erleichtert die nachfolgende Bearbeitung.

Die Services werden dann bezüglich der Leistungsfähigkeit (Stärken- und Schwächen-Analyse) bewertet. Durch Sortierung der Aufgaben und Services werden diese in ein Koordinatenkreuz eingeordnet und mögliche Leistungsschnitte vorgenommen.

Abb. 2: Koordinatenkreuz mit der Einsortierung von AUfgaben und Services
Abb. 3: Mögliche Leistungsschnitte

 

Aus den gesammelten Ergebnissen leiten sich Handlungsoptionen ab. Diese werden grob skizziert. In einem nächsten Schritt werden Szenarien anhand von Kriterien bewertet, die unter anderem aus den zuvor ermittelten Zielen abgeleitet werden. Nach Gewichtung der Kriterien werden die einzelnen Szenarien bewertet und eine Rangfolge der Szenarien erstellt.

Abb. 4: Bewertung der Szenarien anhand individueller Kriterien

PHASE 3:

Durch die Beschreibung und Bewertung möglicher Sourcing-Szenarien werden Zielbilder entwickelt. Diese Szenarien sind die Grundlage für eine Entscheidungsvorlage.


Die Entscheidungsvorlage enthält folgende Elemente:

  • Darstellung der Ziele mit Rangfolge
  • Darstellung der Szenarien mit Beschreibung der Zielbilder
  • Darstellung der Zusammenarbeitsmodelle
  • Beschreibung der Vor- und Nachteile der Szenarien
  • Darstellung der Kosten-Nutzen-Analyse
  • Beurteilung der Auslagerungsfähigkeit
  • Bewertung der Steuerbarkeit des Modells
  • Beschreibung der Risiken
  • Grobe Kostenprognose im Vergleich zu den IST-Kosten
  • Darstellung der prozessualen Konsequenzen
  • Darstellung der zeitlichen Konsequenzen
  • Darstellung der personellen Konsequenzen
  • Beschreibung der Migrationsszenarien
  • Handlungsempfehlung


Ist eine Entscheidung für die optimale Sourcing-Strategie gefallen, unterstützt noventum consulting bei der Planung und Vorbereitung, der Ausschreibung, der Verhandlung sowie bei der Transition und Transformation.


Ihr Ansprechpartner:

noventum consulting

Thomas Dengler

Senior Manager Business Development and Sales

Zurück